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First Responder


Was bedeutet First Responder?


First Responder (“Erst-Eintreffender”) sind medizinisch ausgebildete Ersthelfer. Mit dem First Responder System soll das therapiefreie Intervall, d.h. die Zeit vom Auftreten eines Notfalls bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes, durch qualifizierte Erste Hilfe überbrückt werden. Dieses System stellt keinesfalls eine Konkurrenz zum Rettungsdienst dar, sondern soll das schwächste Glied der Rettungskette (Erste Hilfe) schließen, um eine optimale Versorgung von lebensbedrohlich Verletzten bzw. Erkrankten zu gewährleisten.



Entstehung des First Responder Systems


Bei der Entstehung von First Responder Systemen verwendete man ehrenamtliche Personen aus dem Standort des First Responder, da die wesentlichen Voraussetzungen wie z.B. schnelle Alarmierbarkeit, Ortskenntnis, Vertrauen, etc. bereits vorhanden waren. Durch zusätzliche Ausbildungen wie z.B. Frühdefibrillation, Rettungssanitäter oder Rettungsassistenten und eine Erweiterung der medizinischen Ausrüstung wurde das System optimiert.



Alarmierung


Bei Einsätzen im Umfeld des First Responder bzw. bei einem Zeitvorteil gegenüber dem Rettungsdienst, alarmiert die Rettungsleitstelle über Meldeempfänger die ehrenamtlichen Helfer vor Ort. Als Einsatzkriterien wurden alle lebensbedrohlichen Erkrankungen wie z.B. Bewusstlosigkeit, Vergiftungen, akute Herzerkrankungen, Herz-Kreislauf-Stillstand, Schwerverletzte Personen definiert.

 


Maßnahmen am Einsatzort


Herz-Lungen Wiederbelebung
Frühdefibrillation
Sauerstoffgabe, Beatmung
Schockbekämpfung
Blutstillung, Verbände
Schienungen, Lagerung
Einweisung und Unterstützung des Rettungsdienstes

Ausbildung


Rettungshelfer (160 Std.)
Rettungssanitäter (360 Std.)
Rettungsassistent (2 jährige Ausbildung)
Qualifikation zur Frühdefibrillation


Ausrüstung


Kreislaufkoffer (komplettes Material zur Sicherung des Kreislaufes)
Atmungskoffer (komplettes Material zur Sicherung der Atmung)
Kinder- & Säuglingskoffer (z.B. Geburtset, Blutdruckmanschetten für Kinder)
Halswirbel Immobilisation (Stifneck Satz)
automatisierter externer Defibrillator (AED)
Pulsoxymetrie (Messgerät für den Sauerstoff im Blut)
Burnpack (Verbrennungsset)
Amputationsset
Warnwesten, Pylonen und Feuerlöscher

Vorteile des First Responder


Die Helfer vor Ort haben eine sehr gute Ortskenntnis und sind so oftmals schneller beim Patienten.
Das therapiefreie Intervall (Zeit ohne gezielte Hilfe zwischen Alarmierung und Eintreffen des Rettungs-dienstes) wird wesentlich verkürzt.
Lebensrettende Sofortmaßnahmen können zwischen fünf und zehn Minuten schneller als bisher einge-leitet werden.
Schnelle Rückmeldungen an den Rettungsdienst sind möglich und erleichtern diesem die Vorbereitung des Einsatzes.
Der Rettungsdienst wird eingewiesen und unterstützt.
Der Rettungshubschrauber (RTH) kann ggf. zur Landung eingewiesen werden, die Besatzung des RTH wird zur Einsatzstelle transportiert.

(Quelle: Landes Feuerwehr Verband Bayern e.V.)


Schlusswort


Sollten anhand dieser Erklärungen weitere Fragen zum Thema "First Responder" aufgetreten sein, so steht Ihnen der gemeinnützige Verein EMTO e.V. gerne zur Beantwortung der Fragen zur Verfügung. Es soll hier auch deutlich gemacht werden, dass wir eine Zusammenarbeit mit den anderen Hilfsorganisationen und Feuerwehren anstreben. Ein Konkurrenzverhalten ist nach unserer Meinung im Bereich des "First Responder" gegen die Grundsätze der Idee. Gemeinsam ist es allerdings möglich ein Flächendeckendes Netz der "First Responder" aufzubauen. Dabei sollte nicht vergessen werden, dass der Einsatz und die Vorhaltung eines "First Responder" keine finanziellen Vorteile für die jeweilige Organisation bringt sondern nur mit Kosten und ehrenamtlicher Arbeit verbunden ist. Durch etwaiges Konkurrenzdenken ist noch keinem Patienten der in Not war geholfen worden.

 

 


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